Firefighter Combat Challenge Germany

Fazit 2012 | Firefighter Challenge

Fazit 2012

Hallo alle zusammen,

jetzt will ich mich endlich mal zu Wort melden und etwas zu diesem unglaublichen Event sagen.

 

Es war der absolute Wahnsinn und zwar in jeder Beziehung und ich möchte mich bei Euch bedanken, dass Ihr das möglich gemacht habt, sowohl die Helfer als auch die Teilnehmer.

Wir waren absolut an der Grenze und so komprimiert wird es das auch nicht mehr geben! Aber trotzdem ist es abgelaufen wie ein Uhrwerk!

 

302 Einzelstarter

40 Tandems

46 Staffeln

Fast 16 Stunden lang alle 4 ½ Minuten ein Start, ohne Pausen, mit den bekannten Problemen bei den Sensormatten der Zeitnahmetechnik, mit einigen Schlauchplatzern, mit heiß gelaufenem TLF, mit Dummy-Reparaturen, Verpflegung im Stau und allem was sonst noch war, UNGLAUBLICH!!!!

Nur mal so als Vergleich, letztes Jahr waren es in der gleichen Zeit  240 Einzelstarter, 20 Tandems und 23 Staffeln!

 

Hut ab vor allen Helfern, das muss uns erstmal einer nachmachen!!!

Angefangen

- beim TFA Team Berlin,

- der Führung der Berliner Feuerwehr,

- dem Anmelde- und Auswerteteam,

- den Schiedsrichtern,

- der Atemschutzversorgung,

- den Helfern vom DRK samt Doktor,

- der Pressestelle, die sich den Mund fußlig geredet hat,

- Wolle und alle Fotografen,

- dem Catering, das so kurzfristig eingesprungen ist  und die Helfer mit Kraftstoff versorgt hat,

- den Sponsoren, die nicht „nur“ gesponsert haben, sondern uns bei tausend kleinen und großen Problemen aus der Patsche geholfen haben

- und natürlich alle anderen Helfer, die in diesen Wettkampf involviert waren, ob im Hintergrund oder auf dem Platz.

 

DANKE an alle Helfer für die Unterstützung, alles hat super funktioniert!!

 

DANKE aber auch an alle Starter, die so diszipliniert mitgemacht haben!!

 

Es war nicht geplant, soviel Starter zuzulassen, aber eine kleine Unbedachtheit beim Entwerfen der neuen Homepage führte dazu, dass sich noch Wettkämpfer anmelden konnten, obwohl die Anmeldung schon geschlossen war, so dass wir förmlich überrannt wurden. Mit einem tollkühnen Zeitplan, der eigentlich schon mehr Wunsch als Realität war, sind wir diese Veranstaltung angegangen, um keinem Wettkämpfer absagen zu müssen. Sicherlich sind dadurch viele persönliche Gespräche zu kurz gekommen und ich hatte einige Male ein schlechtes Gewissen, wenn ich einen „alten Bekannten“ nur kurz abgefertigt habe.

 

Wie jedes Jahr könnt Ihr uns Eure Kritiken und Anregungen schicken. Aber wir freuen uns natürlich auch über Lob! J

 

Was haben wir in den 6 Jahren erreicht?

Im ersten Jahr hat es noch keinen wirklich interessiert, was wir da machen. Mit knapp über 70 Wettkämpfern war es auch recht übersichtlich. Die Geräte waren improvisiert und der Ablauf auch.

Von Jahr zu Jahr wurden es mehr Starter und die Ansprüche sowohl bei den Startern als auch bei uns sind gestiegen. Bessere Geräte, bessere Preise und Pokale für die Sieger und Starter, mehr Wertungsklassen, exakte Zeitnahme, aber bitte nicht ganz so teuer, sind nur einige Punkte. Ebenso wollten immer mehr Teilnehmer starten, das familiäre sollte aber bleiben. Auch der Ruf nach Schiedsrichtern, die nicht aus dem Berliner Team sind, wird immer lauter.

 

Was konnten wir umsetzen?

Wir haben die Geräte jetzt alle im Original.

Die Schlauchpakete wiegen exakt 19 kg, die Keiser Force Machine ist original von Keiser, ebenso die Trusty Cook Hämmer und die Rescue Randys. Wir haben neue Teppiche beschafft und an der Optik des Parcours gefeilt.

Fehlt nur noch der Turm und den schaffen wir auch noch!!!

 

Die Zeitnahme ist ein Phänomen für sich. Seit Beginn der TFA Zeitrechnung in Mönchengladbach wird da mit der Hand gestoppt und es funktioniert. Seit wir die Challenge haben, haben wir eine elektronische Zeitmessung und jedes Jahr gibt es Gerüchte, dass die Zeiten manipuliert werden. Hier vielleicht mal ein paar klärende Worte.

Die ersten 4 Jahre lief die Zeitmessung über eine externe Firma, das bedeutet wir hatten keinen Einfluss darauf. Seit letztem Jahr haben wir eine eigene Zeitmessung. Das Prinzip dieser Anlage ist, dass kein „Mensch“ in den Startvorgang eingreift. Das geschieht folgendermaßen: Wenn beide Starter ruhig auf den Sensormatten stehen, gibt der Schiedsrichter die Anlage frei und ab da läuft ein Automatismus. Die Ampel zählt runter und ein Startton erfolgt, die Uhr läuft. Kommt der Wettkämpfer ins Ziel, stoppt ein Infrarot Kontakt an den Füßen des Dummys die Zeitnahme. Also, sobald bei der Anlage die Ampel startet, greift keiner mehr in die Zeitmessung ein. Die Anlage hat, abgesehen davon, dass es eine technische Anlage ist, die natürlich auch versagen kann, einen Nachteil. Die Masteruhr am Rechner läuft nicht immer synchron mit der Anzeigeuhr. Letzteres ist ein technisch nicht kontrollierbares Problem. Ihr könnt das selbst mal ausprobieren, nehmt euch eine altdeutsche analoge Stoppuhr und einen Intervalltimer auf eurem Smartphone. In der Regel laufen beide Uhren schon nach kurzer Zeit nicht mehr synchron.

Genauso ist das mit unserer Anlage, deshalb bekommt die Anzeigeuhr von der Masteruhr im Rechner nach dem Stoppen der Zeit eine Korrektur. Das ist der von Euch beobachtete Effekt, dass die Uhr nach dem Zieleinlauf stehen bleibt und kurz darauf nochmal korrigiert wird. Also keine Manipulation oder Hexerei, sondern technisch bedingt. Ich hoffe, dass wir das mit einem leistungsstärkeren Rechner weiter minimieren können.

 

Einer der Punkte, an denen wir seit diesem Jahr verstärkt arbeiten, ist die Zusammenarbeit mit Reiseanbietern, wie HRS. Ziel ist es die günstigste Unterkunft für Eure Bedürfnisse zu finden. Ich denke, ich werde nächste Woche erfahren, wie viele Wettkämpfer über diesen Link gebucht haben und ob es für eine Rabattierung beim nächsten Wettkampf reicht.

 

Die Anzahl der Starter ist förmlich explodiert. Es gibt verschiedene Meinungen, wo es hingehen soll. Fakt ist, es wird für eine 2-Tages-Challenge nicht mehr soviele Startplätze geben wie in diesem Jahr! Es ist sowohl für die Helfer als auch für die Wettkämpfer eine Qual 10 Stunden und mehr auf dem Wettkampfplatz zu stehen.

Was wir zukünftig machen werden, ist noch nicht bis ins Detail geklärt. Wir wollen keinen elitären Wettkampf, wo nur Leute starten, die immer dabei waren oder extrem gut sind. Wir wollen die „alten“ Starter, die uns bisher jedes Jahr die Treue gehalten haben, aber auch nicht verprellen.

Was das Familiäre betrifft, da ist natürlich jeder aufgefordert, daran mitzuarbeiten. Die alten Hasen müssen auf die Anfänger zugehen und natürlich umgekehrt. Kontraproduktiv ist hier natürlich jede Art von Neid. Jeder ist anders, jeder wird anders unterstützt und jeder sollte so akzeptiert werden, wie er ist!

 

Letzter Punkt, den ich hier kurz erläutern will, sind die Schiedsrichter.

Schiedsrichter sind Menschen und keine Maschinen. Sie geben ihr Bestes und haben Respekt verdient. Dieser Job ist wahrscheinlich härter als der Wettkampf selbst. Da sie auf jede Kleinigkeit achten sollen und auch sofort immer die passenden Regeln parat haben müssen! Wir haben zur Zeit einen Stamm von 6 Schiedsrichtern. Davon sind zwei nicht aus Berlin und auch nicht im TFA Team Berlin, zwei sind keine Wettkämpfer, das heißt, sie sind ausschließlich Schiedsrichter, und zwei sind Starter und Schiedsrichter. An diesem Punkt arbeiten wir. Wir wollen ein festes Schiedsrichterteam aus verschiedenen Städten, um eine gewisse Neutralität zu schaffen. Zwei haben wir schon, einen dritten habe ich schon persönlich angesprochen. Er ist einer meiner Favoriten für diesen Job, konnte sich aber bisher leider noch nicht durchringen!

 

Wie geht’s weiter?

2013 planen wir erstmals die Europameisterschaft in Berlin. Hier könnten wir uns vorstellen, den Wettkampf mehr als 2 Tage zu veranstalten. Die Vision wäre, dass wir 2 oder 3 Tage Qualifikationsläufe machen und am letzten Tag die schnellsten Einzelstarter, Tandemteams und Staffelteams gegeneinander antreten. Aber das muss natürlich alles noch abgestimmt und genehmigt werden. Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

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